Seychellen – das Paradies unter Palmen. Top Sights on Mahe

Wer an die Seychellen denkt, denkt häufig an türkisfarbenes, klares Wasser, weiße Sandstrände mit Kokosnusspalmen und die typischen Granitfelsformationen sowie Luxus und teuer. Die Inselgruppe hat auch genau das zu bieten ABER es muss nicht unbedingt teuer sein.

Anreise

Wir sind von Wien aus mit Qatar Airways über Doha nach Mahe geflogen – je Teilstrecke 5,5 Stunden. Die Airline gehört zu den besten Airlines der Welt (gem. Skytrax Ranking derzeit auf Platz 2). Da ich persönlich sehr gerne Langstrecke fliege, hatte ich keine Probleme mit den Flügen. Das Essen haben wir im Voraus beim Check-in bereits bestellt. Gabelflüge sind häufig billiger als Direktflüge und es kann durchaus sehr angenehm sein sich Zwischendurch mal die Füße zu vertreten während man auf den Weiterflug wartet.

Unterkunft

Auf den Seychellen kann man natürlich im vollen Luxus wohnen, muss man aber nicht. Wir haben uns für ein Bed&Breakfast direkt beim Beau Vallon Beach entschieden. Die Zimmer waren ca. 60 m² groß mit Wohnschlaf-Küche und Badezimmer sowie Balkon. Jeden Morgen riefen wir bei der Rezeption an und bestellten unser Frühstück aufs Zimmer. Dieses wurde uns dann auf unserer Terrasse serviert. Das hatte für uns unheimliches Urlaubsfeeling. Wir haben uns entschieden die Unterkunft während unseres Aufenthalts nicht zu wechseln und sternförmige Ausflüge zu machen. Rückblickend würde ich dies aber anders organisieren, da die Seychellen so viel zu bieten haben und man recht lange von A nach B benötigt. 1-2 Nächte auf den Inseln La Digue und Praslin hätte ich ebenfalls ausgehalten und werde ich bestimmt nachholen.

Mahe – die Hauptinsel der Seychellen

Mahe ist die Hauptinsel der Seychellen auf der sich auch die kleinste Hauptstadt der Welt befindet: Victoria

Die Hauptstadt der Seychellen ist mit ihren rund 26.000 Einwohnern klein aber trotzdem sehenswert, um die einheimische Kultur zu entdecken. Wir beschlossen mit dem öfentlichen Bus in die Hauptstadt zu fahren. Dies ist ein Erlebnis für sich. Es ist aber ein äußerst preiswertes Erlebnis. Die Busse fahren sehr unregelmäßig und halten sich nur sehr selten an Fahrpläne. Aber im Urlaub kann man sich auch einfach mal treiben lassen, oder? In Victoria angekommen starteten wir unsere Tour am Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Tempel. Besonders sehenswert ist das Dach des Tempels, da es mit vielen bunten Figuren geschmückt ist. Auf den Seychellen leben Anhänger der unterschiedlichsten Religionen friedlich zusammen. Das lässt sich besonders durch die verschiedenen Gotteshäusern erkennen. In Victoria gibt es noch zwei weitere bedeutende Kathedralen der katholischen Diözese: Als größte gilt die Cathedral of Our Lady of Immaculate Conception, welche sich ziemlich am Stadtrand befindet. Die etwas ältere St. Paul`s Cathedral liegt etwas zentraler gegenüber des Uhrenturms.

Der Clock Tower, dessen Original 1897 in London errichtet wurde, gilt als populäres Wahrzeichen der Seychellen. Nur wenige Minuten davon entfernt befindet sich auch der Sir Selwyn Selwyn Clarke Market. Dieser Markt war ein besonderes Highlight für mich. Hier bekommt man exotisches Obst und Gemüse, sowie Gewürze und Fisch zu kaufen. Wenn man das lebhafte Treiben einmal von oben betrachten möchtest, gibt es ein nettes kleines Café in der oberen Etage. Unsere Tour ging dann weiter in den Botanic Garden. Dort bekamen wir auch die ersten Schildkröten zu Gesicht und haben es uns nicht nehmen lassen mit ihnen in Kontakt zu treten.

Im Anschluss daran beschlossen wir etwas Essen zu gehen. Ich fand eine Empfehlung für das Marie Antoinette im Internet. Ein sehr netter Einheimischer hat wohl schon unsere ausgehungerten Gesichter erkannt und uns sehr freundlich den Weg gezeigt. Auf den Seychellen muss es aber nicht immer ein Restaurant sein. Das Streetfood ist äußerst lecker und besonders günstig. Handeln macht hier durchaus Sinn, da die Preise zwar billig erscheinen aber natürlich einen „Touristenaufschlag“ enthalten.

Traumstrände auf Mahe

Mahe hat eine Vielzahl an Stränden und Aussichtsplattformen zu bieten. Wir haben beschlossen uns eine Tour mit einem Guide zu gönnen. Auf Tourbookers.com haben wir einen sehr netten Guide gefunden der uns 4 Stunden lang einen Eindruck über die Insel verschaffte. Das absolut tollste an den Seychellen ist, dass alle Strände öffentlich sind. Dadurch kann man auch die Strände der Luxushotelketten besuchen. Man sollte einfach höflich bei der Rezeption fragen.


Entlang der Sans Souci Road fuhren wir zum wohl besten Aussichtspunkt der Seychellen, den auch Queen Elisabeth im Jahr 1972 begeistert besuchte. Der Mission Lodge View hat uns begeistert und gab uns einen Vorgeschmack auf das Paradies das uns hier erwartet.

Weiter ging es dann mit unserem Guide Richtung Süden. Hier warten die besonders schönen Strände Mahes. Die zwei Buchten Anse Soleil und Petite Anse im Südwesten von Mahé liegen Nahe beieinander. Der Kontrast aus dem typisch seychellischen türkisfarbenen Meer, weißem Sandstrand und grünen Palmen ist einfach wie im Bilderbuch. Abends kann man hier wunderschöne Sonnenuntergänge beobachten. Einfach nur atemberaubend und traumhaft.

Etwas weiter die Küste entlang Richtung Süden liegt der kilometerlange Strand Baie Lazare. Palmen mit Kokosnüssen säumen auch hier den weißen Sand und spenden viel Schatten. Da das Wasser nicht sonderlich tief ist, findest du in der Baie Lazare-Bucht die besten Bedingungen für einen Schnorchel-Ausflug. Generell ist auf den Seychellen stets Vorsicht geboten und genau die Bedinungen zu beobachten. Das Gewässer ist oft sehr rau und es kann einen durchaus schnell aufs offene Meer treiben. Dies gilt besonders am Anse Intendance-Strand. Hier ist der Ozean schon deutlich tiefer und während des Südostpassats besonders rau. Den Schildern ist unbedingt Beachtung zu schenken, da nicht immer gebadet werden kann. Trotz allem ist dieser Strand einer der schönsten der Insel. Hier lohnt es sich besonders den Fotoapparat/Handy nicht zu vergessen. Ganz im Süden liegt dann die Police Bay. Dies ist eine wilde Bucht die nicht sehr leicht zu finden ist. Das bedeutet aber auch, dass nur wenige Touristen zu finden sind. Vom Schwimmen uns Schnorcheln wird jedoch abgeraten, da es starke Strömungen und hohe Wellen gibt.

Takamaka – der Rum der Seychellen

Direkt auf den Seychellen wird der Takamaka Rum produziert. Bei einem Besuch in der Destillerie merkt man wie urig die Seychellen noch sind. Die meisten Produktionsschritte erfolgen manuell. Am Ende der Tour darf man dann auch den Rum verkosten. Direkt auf dem Gelände ist auch eines der besten Restaurants der Insel (Achtung sehr teuer!).

Wandern auf Mahe

Mahe hat unzählig viele Trails zu bieten. Wir haben während unserem Aufenthalt leider nur zwei geschafft.

Anse Major Trail

Dieser Trail führt in eine wunderschöne Bucht und dauert ca. 45-60 Minuten. Wir gingen in der Mittagshitze los. Eventuell schafft man es schneller, wenn es noch nicht ganz so heiß ist. Kurz vor der Bucht kommt man an eine Aussichtsplattform von der aus wir eine Deflinschule gesehen haben. Den Rückweg machten wir dann per Wassertaxi zurück zum Beau Vallon.

Morne Blanc Trail

Da das Wetter an diesem Tag nicht ganz so schön war, haben wir es leider nicht auf den Copolia Trail geschafft. Der Anstieg auf den Morne Blanc geht durch den Dschungel der Seychellen und dauert ca. 60 Minuten. Die Aussicht war jeden Schritt wert und bietet einen wunderschönen Blick auf Eden Island – eine künstlich angelegte Insellandschaft sowie den Rest der Insel. Mit viel Fantasie blickt man auch bis nach Praslin und La Digue. Diesen beiden Inseln werde ich beim nächsten Kuss von der Muse einen Beitrag widmen.

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